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So funktioniert ein Online-Magazin
 
Das Projekt Magazin ist das erste Fachmagazin über Projektmanagement, das im Internet erscheint und im Abonnement erhältlich ist. Es bietet praxisbezogene Unterstützung für Projektleiter, Projektmitarbeiter und Berater. Alle zwei Wochen erscheint eine neue Ausgabe mit Fachartikeln, Berichten aus der Praxis, Produktvorstellungen und aktuellen Nachrichten.

Am 21. Februar 2000 erschien die erste Ausgabe. Petra Berleb erzählt, wie sie auf die Idee kam, das Projekt Magazins zu gründen: "Nach einem längerem Auslandsaufenthalt wollte ich wieder als IT-Beraterin arbeiten. Mir fiel auf, dass sich der Stellenmarkt geändert hatte: Der Trend ging zur Arbeit in Projekten. Ich suchte nach Informationen über Projektmanagement und fand Bücher, Kurse und die Verbände mit ihrem Angebot. Als Redakteurin einer Computerzeitschrift hatte ich 1997 Erfahrungen gesammelt, wie man ein neues Magazin aufbaut. Projektmanagement hat mich schon während meiner Beraterzeit sehr interessiert, deshalb kam ich auf die Idee, ein Magazin darüber herauszugeben."
Konzept in der Business-Liste zur Diskussion gestellt
 
"In der Business-Liste der webgrrls habe ich damals mein Konzept vorgestellt. Einige Webgrrls waren skeptisch, ob ein bezahltes Abonnement im Internet funktioniert. Andere reagierten nach dem Motto: Warum nicht, wenn das Angebot stimmt. Bei meiner Konzeption haben mir die kompetenten und gut begründeten Reaktionen gerade wegen der unterschiedlichen Standpunkte geholfen."

Das Angebot wurde von Anfang an gut angenommen: Inzwischen sind über 30 Ausgaben online, 2.000 Abonnenten lesen regelmäßig das Magazin. (Ein webgrrl bestellte das erste Abo – gleich ein Firmenabo – für sich und ihre Kollegen eines Berliner Verlags.) Die Leser des Magazins arbeiten sowohl in großen Konzernen und mittelständischen Firmen als auch in Agenturen und als Freiberufler. Gemeinsam ist ihnen ihr berufliches Engagement in Projekten, für das sie spezifisches Wissen benötigen.

 
Neue Wege, Informationen zu nutzen
 
Mit dem Projekt Magazin wird es möglich, Informationen auf neue Weise zu nutzen: Projektmanager arbeiten oft beim Auftraggeber; Bücher oder Fachzeitschriften sind dort nicht immer zur Hand, ein Internetanschluss schon. Eines Morgens meldete sich ein Berater in der Redaktion: "Ich bin gerade bei meinem Kunden und habe am Nachmittag ein Kick-off-Meeting. Sie haben doch darüber einen Artikel, den brauche ich dringend!" Er hat eine Bankbestätigung seiner überwiesenen Abogebühren gefaxt, direkt danach seine Zugangsdaten per E-Mail erhalten, konnte den Artikel ausdrucken und sich auf sein Treffen vorbereiten.

"Im Tagesgeschäft bleibt häufig zu wenig Zeit für gezielte Weiterbildung", sagt Petra Berleb. "Spezialisten können und wollen sich veraltetes Wissen nicht leisten. Sie wissen, wie wichtig es ist, von Erfahrungen anderer profitieren zu können. Sehr beliebt sind deshalb Berichte aus der Praxis: Unsere Artikelserie über kleine Projekte von Olaf Clausen oder die Artikel über Online-Recht und anderen Rechtsfragen von Rechtsanwalt Christoph Hohenegg sind gute Beispiele. Der Artikel von Gisela Müller 'Statt unbezahlt Beratung zu leisten – Workshops anbieten' ist gerade bei Freiberuflern und Agenturen gut angekommen, weil die immer wieder mit dem Problem konfrontiert sind, dass Firmen für Beratung nicht angemessen zahlen wollen."
Webgrrls liefern Anregungen für Artikel
 
"Meine Arbeit für die webgrrls und die Arbeit für das Magazin ergänzen sich durch den intensiven Austausch ideal. Mindestens die Hälfte der webgrrls arbeiten in Projekten. Bei den monatlichen Treffen der webgrrls kann ich oft Tipps bei aktuellen Problemen geben und erhalte selbst Anregungen für neue Artikel. Durch die webgrrls habe ich auch Autorinnen und Mitarbeiterinnen gefunden."
Wie gründet man ein Unternehmen im Internet?
 
"Immer wieder werde ich danach gefragt, wie man erfolgreich eine Firma im Internet gründet," sagt Petra Berleb. "Diese drei Punkte halte ich für erfolgsentscheidend:
  1. Man braucht ein attraktives Angebot für eine klar umrissene, finanzkräftige Zielgruppe, die einen hohen Bedarf für dieses Angebot hat. Zu dieser Zielgruppe sollten bereits gute Kontakte bestehen.
  2. Das Angebot muss einzigartig sein. Im Internet bedeutet das vor allem: Es darf nicht leicht kopierbar sein.
  3. Natürlich bringt jeder Kenntnisse und Erfahrungen in dem Bereich mit, in dem er ein Unternehmen gründen möchte. Unbedingt wichtig – und oft vernachlässigt – sind außerdem gute betriebswirtschaftliche Kenntnisse."
Ihr Fazit: "Ein herkömmliches Magazin hätte ich nie gründen können; die Kosten wären unbezahlbar gewesen. Mit Hilfe des Internets konnte ich meine Idee mit überschaubarem Risiko verwirklichen. Wenn Sie eine gute unternehmerische Idee haben: Lassen Sie sich von von Skeptikern nicht beeinflussen. Suchen Sie nach einem Weg, Ihre Idee umzusetzen."
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Projekt Magazin
Petra Berleb
Radlsteg 1
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