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Was ist Networking?
Seitdem die Neuen Medien in den computerisierten Arbeitsprozessen Einzug gehalten haben, ist der Begriff Networking immer häufiger zu hören und vor allem zu lesen.

Network bedeutet auf Deutsch Netzwerk oder Verteilernetz, der Begriff hat also eine technische wie auch eine Beziehungs-Bedeutung.
Das ist kein Zufall, denn eine Kommunikation nach bestimmten Regeln in einer abgesteckten Interessengruppe lässt sich auf Interaktionen zwischen Menschen ebenso wie auf den Funktionsablauf in einem Computernetzwerk übertragen.

Networking dagegen bedeutet im deutschen Sprachgebrauch Beziehungen pflegen und ist damit eindeutig ein Synonym für soziale Kontakte unter Gleichgesinnten, die einem bestimmten Zweck dienen sollen. Networking lässt sich auch mit dem deutschen Begriff Seilschaften knüpfen übersetzen.

Die Entstehung von Seilschaften ist sicher so alt wie die ersten Handelsbeziehungen zwischen Menschen.
Von Frauen noch relativ selten genutzt ist allerdings das professionelle "netzwerkeln" mit dem erklärten Ziel, beruflichen oder geschäftlichen Nutzen daraus zu ziehen.

Die Berechnung, mit der das Spinnen von Seilschaften verbunden ist, ist sicher in weiblichen Erziehungsmustern nicht so ausgeprägt zu finden. Und genau hier liegt einer der großen Vorteile, mit dem Männer oft ihren wirtschaftlichen Erfolg begründen.

Networking wird durch den Einsatz des Internets einfacher gemacht. Tatsächlich ist das Internet durch das wissenschaftliche Bedürfnis, Wissens-Netzwerke zu gründen überhaupt erst entstanden. Die Möglichkeit, durch Computernetzwerke und die systemübergreifende Übertragungstechnik von Daten einen weltweiten Wissens- und Meinungstransfer zu betreiben, macht es dem einzelnen Nutzer möglich, auf schnellstem Wege Gleichgesinnte für seine beruflichen oder privaten Interessensgebiete zu finden. Der virtuelle Austausch im Internet findet in Newsgroups, Mailinglisten, Foren oder Chats statt, die zumeist speziellen Themen gewidmet sind.

Aber nicht nur das Finden von Menschen mit gleichen Interessen ist wichtig, sondern zum erfolgreichen Networking gehört weit mehr!
  • Geduld haben und Zeit investieren!
    Networking wirkt vor allem langfristig. Es reicht einfach nicht, für ein einziges Anliegen kurzfristig eine Interessengemeinschaft zu suchen und auf schnellen Erfolg zu setzen. Ebenso wie Beziehungen im Allgemeinen brauchen berufliche Seilschaften Zeit, um sich zu entwickeln.

  • Soziale Kompetenz bringt beim Networking erst Erfolg!
    Nur wer es versteht, auf Gleichgesinnte in einer sympathischen Form einzugehen und dabei nicht nur sein eigenes Ziel vor Augen zu haben, kann langfristig mit der gewünschten Unterstützung rechnen.

  • Die Goldene Regel: First give, then take!
    Wer in einer Interessengemeinschaft zuerst hilft, sich also für die Ziele anderer einsetzt, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Er wirbt für die eigene Kompetenz und zeigt soziale Kompetenz. Wer sich an diese Regel hält, kann sicher sein, dass andere ihm auch bereitwillig helfen, wenn es darauf ankommt.
 
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Dipl.-Ing. Pia Bohlen
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