Digitales Deutsches Frauenarchiv - online mit Festakt in Berlin

Die webgrrls sind zum Online-Gang des Digitalen Deutschen Frauenarchivs an der Humboldt-Universität zu Berlin eingeladen worden. Festakt am 13. Sept. 18 im Rahmen

Bild Festakt am 17.09.18 in Berlin

 der Feministischen Sommeruniversität, Motto: „Frauen machen Geschichte“. #frauenmachengeschichte. Das Wahlrecht ist genau 100 Jahre alt.

In der Begrüßung von Sabine Balken Estremadoyro, Vorstand des i.d.a. - Dachverbandes (Mitglied im deutschen Frauenrat), wurde auf die Frauengeschichte in diesem Gebäude verwiesen. Hier war Hedwig Dohm Gasthörerin. Im Wintersemester 1908 wurden Frauen erstmals an der HU zum Studium zugelassen. Genau 100 Jahre ist das her, ein gar nicht so langer Zeitraum.

Zukunft braucht Erinnerung. Das Material aus analogen Beständen ist nun online verfügbar.
Der Dank geht an drei Häuser: Das Bundesministerium für Frauen, Familie, Senioren und Jugend - wobei Frauen zu diesem besonderen Anlass an erster Stelle genannt sind, ausnahmsweise vor Familie. Außerdem hat das Ministerium für Forschung und Bildung sowie die Staatskanzlei für Kultur und Medien unterstützt.
Der Dank geht an die Politik, die es auf die Agenda gesetzt hat. Doch ist es erst ein Anfang, es gibt noch viel mehr zu erforschen und zu entdecken. Das Frauenwahlrecht ist jetzt genau 100 Jahre alt, doch sind wir noch immer von einer Gleichberechtigung weit entfernt. Das Thema ist jetzt die Parität in den Parlamenten und Gremien. Heute vor 100 Jahren gab es den berühmten Tomatenwurf in Frankfurt am Main. Es gilt immer wieder anzufangen und dranzubleiben. Ohne analoges Material gäbe es keine Digitalisate.
Vom Tomatenwurf zu hastags in der Frauenbewegung stehen wir ein für den Hashtag #unteilbar.
Die Ministerin Dr. Franziska Gipfel wies auf die Ausstellung Damenwahl in Frankfurt am Main. Die Kraft der Frauen mache Mut. Sie sprach über ihre Zeit als erste Früher wurde in diesen Säalen begrüßt mit „Meine Herren“. Das ist alles noch gar nicht lange her als Frauen nicht herein durften. Nur 100 Jahre und wir haben sehr viel erreicht. Geschichte ist für die Zukunft wichtig. Es wäre schön, wenn so manche Herren, die heute im Bundestag sitzen, sich die Geschichte gemerkt hätten.
Das digitale deutsche Frauenarchiv gibt es nur, weil Frauen die Grundlagen geschaffen haben. Sie haben sich engagiert und mehr gemacht, sind über sich selbst hinaus gewachsen. Es sind echte Menschen und echte Gegenstände. Zu sehen gibt es Schätze, die nun vielen Menschen zur Verfügung stehen.



Hier sehen wir das Fotoalbum von Alice Solomon. Sie schrieb bereits 1906 ihre Dissertation über ungleiche Bezahlung zwischen Frauen und Männern. Das politische Leben war immer mit dem richtigen Leben verknüpft. Es gibt noch viele Themen, die noch lange nicht durch sind.
Wir können uns Mut holen von dem, was Frauen in viel schwierigeren Situationen geschaffen haben.
Um weiter zu kommen müssen wir nerven, Penetranz schafft Akzeptanz.
Wir müssen weiterhin die Geschichte ausarbeiten, damit es Vorbilder gibt und die Frauen nicht in der Geschichte fehlen. Der Countdown hat begonnen: 5, 4, 3, 2, 1 und das Publikum klatscht. Das Archiv ist online. weitere Informationen: www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de